Glutenunverträglichkeit

Glutenunverträglichkeit

By In Allgemein, Checklisten On 28. März 2015


Dieser Artikel zum Thema Glutenunverträglichkeit beschäftigt sich mit der Unverträglichkeit von Bestandteilen des Gluten und darum, welche Lebensmittel du bei Glutenunverträglichkeit (oder auch Zöliakie genannt) am besten vermeiden solltest.

 

Gliederung und Aufbau des Artikels Glutenunverträglichkeit

 

Zuerst werde ich dir kurz erklären, was genau man unter einer Glutenunverträglichkeit versteht. Ich zeige dir Symptome, die für eine Unverträglichkeit typisch sind und gehe kurz auf die Möglichkeiten ein, die Zöliakie (selbst) zu diagnostizieren.

Ein wichtiger Punkt ist die Aufzählung glutenhaltiger Lebensmittel, die du bei einer Zöliakie am besten vermeiden solltest. Ich stelle dir außerdem alternative Nahrungsmittel vor, die wenig oder gar kein Gluten enthalten. Am Ende des Artikels kannst du dir wie gewohnt ein Merkblatt zum Thema downloaden.

 

Inhaltsverzeichnis

 

  1. Allgemeines
  2. Symptome bei Glutenunverträglichkeit
  3. Möglichkeiten der (Selbst-) Diagnose
  4. Welche Lebensmittel du vermeiden solltest
  5. Alternative Nahrungsmittel mit keinem / wenig Gluten
  6. Merkblatt zum Download

 

Allgemeines

 

Die Zöliakie oder auch Glutenunverträglichkeit ist ein Krankheitsbild, wobei auf Bestandteile des Klebereiweißes Gluten, welches in vielen Getreidesorten enthalten ist, überempfindlich reagiert wird. Der Verzehr von glutenhaltigen Nahrungsmitteln führt zu einer chronischen Entzündung im Dünndarm, welche die Dünndarmschleimhaut nach und nach immer weiter schädigt.

Eine Glutenunverträglichkeit bleibt ein Leben lang und kann bislang nicht geheilt werden. Die einzige Möglichkeit dem entgegenzuwirken, ist ein (völliger) Verzicht auf glutenhaltige Nahrung.

Die Glutenunverträglichkeit ist weiter verbreitet, als man zuerst vermutet. In Deutschland wird (je nach Studie und Diagnoseform) von einer Häufigkeit von 1:100 bis zu 1:800 Menschen gesprochen. Frauen scheinen öfter an Zöliakie zu erkranken als Männer und während der letzten Jahre hat die Zahl der Erkrankungen laut Aussage der Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS) stetig zugenommen.

 

Symptome bei Glutenunverträglichkeit

 

Nicht in jedem Fall treten spezifische Symptome bei einer Glutenunverträglichkeit auf. Bei einem Krankheitsverlauf mit nur unspezifischen / atypischen Symptomen, ist es bis zur Diagnose meist ein langer Weg.

Spezifische Symptome:

  1. Blähungen
  2. Verdauungsprobleme
  3. Bauchschmerzen
  4. Durchfall
  5. Verstopfung

 

 

Unspezifische / atypische Symptome:

  1. Müdigkeit
  2. Gewichtsverlust
  3. Gelenkschmerzen, Osteoporose und Muskelschwäche
  4. Mangelerscheinungen (Eisen, Kalzium, Vitamine)
  5. Schilddrüsenfunktionsstörungen
  6. Unfruchtbarkeit
  7. Konzentrationsprobleme und Kopfschmerzen
  8. Stimmungsschwankungen & Depressionen
  9. Hauptprobleme, Juckreiz, Schuppenflechte
  10. u.v.m.

Wie du siehst, gibt es eine ziemlich große Anzahl unspezifischer Symptome, die du so wahrscheinlich niemals mit einer Glutenunverträglichkeit in Verbindung bringen würdest.

Bei vielen Menschen, die lediglich atypische Symptome aufweisen, ist der Weg zu einer richtigen Diagnose lange und mühsam. Es ist daher nie ein Fehler, wenn man selbst mögliche Krankheitsbilder kennt und den Arzt gezielt darauf ansprechen kann.

Kurz die Erklärung zur großen Vielfalt der unspezifischen Symptome:

Durch die chronische Entzündung der Darmschleimhaut bei einer Zöliakie, können viele Nährstoffe nicht ausreichend ins Blut aufgenommen werden. Auch wenn du dich gesund und ausgewogen ernährst, eigentlich keinerlei Eisen-, Vitam- oder Kalziummangel haben dürftest, kann dein Körper all diese Nährstoffe nicht richtig verarbeiten und es kommt infolge dessen zu Mangelerscheinungen. Mangelerscheinungen wiederum können sich in ganz vielen Beschwerden bemerkbar machen. So ist auch die vielfältige Anzahl unspezifischer Symptome, von Mattigkeit über Gelenkschmerzen bis hin zu Hautproblemen, erklärbar.

Wird eine Glutenunverträglichkeit lange Zeit nicht erkannt, können sogar langfristige Komplikationen, wie Lebererkrankungen und eine Begünstigung von Darmkrebs, die Folge sein.

 

Möglichkeiten zur (Selbst-) Diagnose

 

1. Selbstdiagnose durch Verzicht auf glutenhaltige Nahrungsmittel:

Für einige Wochen solltest du komplett auf alle glutenhaltigen Lebensmittel verzichten. Wenn du in dieser Zeit beschwerdefrei bist und dich besser fühlst, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass du eine Glutenunverträglichkeit hast.

 

2. Diagnose beim Arzt:

Die erste Diagnose wird in der Regel durch einen Antikörpertest gestellt. Hierzu wird Blut abgenommen und auf Antikörper gegen das Enzym Transglutaminase getestet. Werden Antikörper festgestellt, wird oft zusätzlich noch eine Endoskopie verordnet. Die Endoskopie (Magenspiegelung) dauert in etwa 10 Minuten und wird ambulant durchgeführt. Hierzu entnimmt der Arzt Gewebeproben aus der Dünndarmschleimhaut. Die Gewebeprobe wird anschließend unter dem Mikroskop auf – für die Zöliakie typische – Veränderungen untersucht. Da die Antikörperbestimmung inzwischen schon recht verlässlich ist, muss die Endoskopie nicht immer durchgeführt werden, um eine Diagnose zu stellen.

 

Welche Lebensmittel du vermeiden solltest

 

Wenn bei dir eine Glutenunverträglichkeit diagnostiziert wurde, bleibt derzeit nichts anderes als ein kompletter Verzicht auf glutenhaltige Nahrungsmittel.

 

Gluten enthalten ist vor allem in folgenden Getreidesorten:

Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Grünkern, Einkorn, Emmer, Kamut und Hafer

Wie weitreichend das Ganze ist, wird einem meist erst bewusst, wenn man sich die Liste der Nahrungsmittel anschaut, die diese Getreidearten enthalten.

 

Nahrungsmittel die glutenhaltiges Getreide enthalten:

  • Brot & Backwaren
  • Nudeln, Gnocci, Lasagne
  • Kekse und kekshaltige Süßigkeiten
  • Pizza, Flammkuchen, Dünnele
  • Müsli und andere Frühstücksflocken
  • Panade (bspw. vom Schnitzel oder Cordon Bleu)
  • Bier
  • u.v.m.

 

Seit einigen Jahren sind Hersteller dazu verpflichtet, Nahrungsmittel die Gluten enthalten dementsprechend zu kennzeichnen. Du kannst also auf der Zutatenliste nachschauen, ob das jeweilige Produkt eines der Getreidesorten enthält.

Vielleicht hast du auch schon die Bezeichnung „kann Spuren von Gluten enthalten“ gelesen. Auch andere Produkte, die in der gleichen Fabrik hergestellt werden, können teilweise bei der Produktion mit Gluten in Berührung kommen und werden dann dementsprechend ausgezeichnet.

Auf manchen Produkten ist auch ein kleines Symbol (eine durchgestrichene Getreideähre) zu sehen. Diese Lebensmittel sind glutenfrei.

 

Alternative Nahrungsmittel mit keinem / wenig Gluten

 

Es gibt einige Getreidesorten die kein Gluten enthalten. Diese kannst du bedenkenlos verwenden:

Reis, Wildreis, Mais, Buchweizen, Goldhirse, Zwerghirse, Hirse, Amaranth, Quinoa…

In großen Supermärkten oder im Reformhaus bekommst du alternative Mehlsorten (bspw. Buchweizenmehl, Reismehl) etc.

Einige Bäckereien bieten ebenfalls glutenfreie Brote oder Gebäck an. Am besten fragst du einfach mal in einer Bäckerei in deiner Gegend nach, die Mitarbeiter kennen sich meist mit der Thematik aus.

Merkblatt zum Download

 

Glutenunverträglichkeit Merkblatt

Hier kannst du eine kurze Zusammenfassung mit wichtigen Infos zur Glutenunverträglichkeit im PDF Format downloaden.

Weiterführende Links zum Thema Glutenunverträglichkeit

  1. Zentrum der Gesundheit
  2. Was ist Zöliakie
  3. Deutsche Zöliakie Gesellschaft e.V.
  4. Gluten-Unverträglichkeit-erkennen
  5. GlutenCheck App für Android und iOS: Scanne Lebensmittel ein und du siehst, ob sie glutenfrei sind oder nicht

Das könnte dich zum Thema Glutenunverträglichkeit auch noch interessieren

  1. Glutenfrei durch Deutschland – Suchmaschine
    (zeigt dir Restaurants, Supermärkte, Bäckereien etc.)
  2. Bio123 Ladenfinger
    (zeigt dir auf einer Landkarte Bioläden, Restaurants und Co. du kannst auswählen ob du laktosefrei, glutenfrei, vegan u.s.w. suchst)
  3. Glutenfreie Rezepte auf EatSmarter

Verwandte Bezeichnungen zum Thema Glutenunverträglichkeit: Glutenfreie Ernährung, Gluten, Glutenallergie, glutenfreie Lebensmittel, Glutenallergie Lebensmittel, glutenfreie Produkte, Glutenintoleranz, Zöliakie, Glutensensitivität, …


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1 Kommentar

  • Gab 1 JAHR AGO

    danke.. für jeden hinweiß dankbar.. gibt's auch Kochgruppen ??

    Antworten

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